Zinseszins-Rechner
Berechne, wie dein Kapital über die Jahre mit Zinseszins wächst – mit Startbetrag, Zinssatz, Laufzeit und optionaler monatlicher Sparrate.
Beim Zinseszins werden auch die bereits gutgeschriebenen Zinsen weiter verzinst, sodass das Kapital exponentiell statt linear wächst. Das Endkapital ergibt sich aus dem Startbetrag mal (1 + Zinssatz) hoch Anzahl der Perioden; regelmäßige Sparraten werden jeweils für die verbleibende Laufzeit mitverzinst.
So benutzt du den Zinseszins-Rechner
- Trage Startkapital, monatliche Sparrate und – falls gewünscht – eine jährliche Sparraten-Dynamik (prozentuale Erhöhung) ein.
- Setze den Zinssatz, die Laufzeit sowie – editierbar – den Steuersatz (Kapitalertragsteuer) und die Inflationsrate.
- Sofort erscheinen Endkapital brutto und nach Steuer, Zinsertrag, reale Kaufkraft in heutigem Geld, eine Wachstumsgrafik und eine Jahr-für-Jahr-Tabelle.
Wie die Berechnung funktioniert
Der Zinseszinseffekt entsteht, weil bereits gutgeschriebene Zinsen in der nächsten Periode selbst wieder Zinsen bringen. Das Startkapital wächst mit (1 + r) pro Jahr. Monatliche Sparraten werden jeweils ab ihrer Einzahlung bis zum Laufzeitende mitverzinst; dieser Rechner verzinst monatlich mit dem zwölftel Jahreszinssatz.
Kapital = P · (1 + i)^m + Rate · [ ((1 + i)^m − 1) / i ] , i = r/12 , m = Monate
Rechenbeispiel
10.000 € Startkapital, 5 % pro Jahr (monatlich verzinst), 15 Jahre, ohne Sparrate: 10.000 · (1 + 0,05/12)^180 ≈ 21.137 €. Das Kapital hat sich also gut verdoppelt, obwohl nichts hinzugezahlt wurde – das ist der Zinseszinseffekt.
Mit zusätzlich 200 € monatlich steigt das Endkapital auf rund 74.600 €, weil jede Rate ab ihrer Einzahlung weiter mitverzinst wird.
Was das Ergebnis bedeutet
Der Zinseszins belohnt vor allem Zeit: Je länger die Laufzeit, desto stärker wirkt der Effekt, weil die Verzinsung auf einer immer größeren Basis erfolgt. Deshalb macht früher Beginn oft mehr aus als eine höhere Sparrate. Beachte, dass echte Anlagen schwankende Renditen haben und der hier konstante Zinssatz nur ein Modell ist.
Annahmen und Grenzen
- Der Zinssatz wird als konstant angenommen; reale Kapitalmärkte schwanken. Trage einen realistischen, aktuellen Wert ein.
- Steuer und Inflation sind editierbar und werden berücksichtigt; die Steuer wird vereinfacht auf den gesamten Ertrag am Laufzeitende gerechnet (nicht jährlich, ohne Sparerpauschbetrag/Teilfreistellung).
- Depot- oder Fondskosten sind nicht enthalten. Dies ist eine Modellrechnung und keine Anlageberatung.
Wofür du den Zinseszins-Rechner im Alltag brauchst
Vor dem ersten Sparplan vergleichst du drei Angebote: Festgeld mit 2,8 Prozent, Tagesgeld mit 3,1 und einen Fonds mit historisch 6. Mit Startbetrag, Laufzeit und monatlicher Rate siehst du nach 15 Jahren, welches Angebot wie viel Endkapital bringt, samt Steuersatz und Inflationsrate, falls die reale Kaufkraft interessiert.
Der zweite Anwendungsfall ist die Frage nach der Laufzeit: Erhöhst du die Rate einmalig um 50 oder verlängerst du die Spardauer um drei Jahre? Die Jahrestabelle zeigt Jahr für Jahr, wo das Kapital steht, und die Grafik den Verlauf. Drittens die Selbstkontrolle: Wer nach fünf Jahren nachrechnet, ob sich die Sparraten gelohnt haben, findet das in derselben Tabelle wieder.
Wer später entnehmen will, plant damit die Ansparphase und prüft die Zahlen danach im Entnahmeplan-Rechner. Die Jahrestabelle zeigt, ab wann die Zinsen auf die Zinsen wirken, und macht sichtbar, welcher Anteil am Endkapital aus eigenen Einzahlungen stammt.
Häufige Bedienfehler – und was dagegen hilft
- Das Endkapital erscheint viel zu hoch: Der Zinssatz wurde als Dezimalzahl eingetragen. Das Feld erwartet Prozent, für 5 Prozent also 5.
- Das Ergebnis wirkt zu klein: Inflation und Steuer sind aktiv. Die reale Kaufkraft ist ein eigener Wert in heutigem Geld, für die nominale Rechnung setze die Inflationsrate auf 0.
- Die Sparrate bleibt ohne Wirkung: Das Feld ist leer oder steht auf 0. Erst die monatliche Rate treibt das Wachstum zusätzlich zum Startkapital.
- Die Steuer greift nicht: Das Feld Kapitalertragsteuer steht auf 0. Für Deutschland gilt 26,375 Prozent inklusive Solidaritätszuschlag, für Österreich 27,5 Prozent.
- Der Wert springt beim Tippen: Die Anzeige rechnet live mit jeder Eingabe. Erst vollständige Zahlen liefern ein belastbares Ergebnis.
Für wen sich der Sparplan-Vergleich lohnt
Gebraucht wird er von Sparerinnen, die zum ersten Mal einen Sparplan vergleichen, von Eltern für einen Kindersparplan sowie von Lehrkräften in Wirtschaftsfächern, die den Zinseszinseffekt anhand echter Zahlen erklären. Auch Unternehmer, die Rücklagen kalkulieren, und alle, die für einen teuren Anschaffungstisch sparen, arbeiten mit der Jahrestabelle.
Wer Kosten, schwankende Renditen und Auszahlung eines Sparplans rechnen will, nimmt den ETF-Sparplan-Rechner. Für die Steuer auf Zinsen und Dividenden ist der Kapitalertragsteuer-Rechner der passende Nachrechner. Für die Geldanlage ersetzt die Tabelle keine Beratung, sie zeigt aber den Unterschied zwischen zehn und fünfzehn Jahren Laufzeit.
Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.
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Wie funktioniert der Zinseszinseffekt?
Zinsen werden dem Kapital gutgeschrieben und in der nächsten Periode selbst wieder verzinst. Dadurch wächst das Kapital exponentiell statt linear – der Ertrag beschleunigt sich mit der Zeit.
Wie berechnet man Zinseszins?
Grundformel: Endkapital = Startkapital · (1 + Zinssatz)^Jahre. Bei regelmäßigen Einzahlungen kommt der verzinste Wert aller Sparraten hinzu, was der Rechner automatisch übernimmt.
Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins?
Beim einfachen Zins werden nur auf das Startkapital Zinsen gezahlt. Beim Zinseszins werden auch die bereits erhaltenen Zinsen weiter verzinst, was den Ertrag über lange Zeiträume deutlich erhöht.
Warum ist die Laufzeit so wichtig?
Weil der Zinseszins mit jeder Periode auf einer größeren Basis rechnet. Ein früher Start wirkt sich über viele Jahre stärker aus als eine spätere, höhere Sparrate.
Berücksichtigt der Rechner Steuern und Inflation?
Ja. Du kannst die Kapitalertragsteuer (Deutschland 26,375 % inklusive Soli, Österreich 27,5 %) und eine jährliche Inflationsrate eintragen; der Rechner zeigt dann das Endkapital nach Steuer und die reale Kaufkraft in heutigem Geld. Setze die Felder auf 0, um sie zu ignorieren.
Was bewirkt die Sparraten-Dynamik?
Sie erhöht deine monatliche Sparrate jedes Jahr um den angegebenen Prozentsatz – etwa um Gehaltssteigerungen abzubilden. Bei 3 % Dynamik wird aus 200 € im ersten Jahr rund 206 € im zweiten und so weiter, was das Endkapital spürbar erhöht.
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