Urlaubsgeld-Rechner
Berechne, wie viel von deinem Urlaubsgeld netto übrig bleibt. Der Rechner versteuert es korrekt als sonstigen Bezug und zieht Lohnsteuer sowie Sozialabgaben ab.
Urlaubsgeld ist ein sonstiger Bezug und wird nach der Differenzmethode versteuert: Die Lohnsteuer ist die Differenz zwischen der Jahressteuer mit und ohne Urlaubsgeld. Zusätzlich fallen Sozialabgaben an. Netto bleiben je nach Steuerklasse und Einkommen meist rund 50 bis 65 Prozent.
So benutzt du den Urlaubsgeld-Rechner
- Trage dein Bruttomonatsgehalt ein.
- Gib das Urlaubsgeld als Prozentsatz eines Monatsgehalts oder als festen Betrag an.
- Wähle Veranlagung, Kirchensteuer und passe bei Bedarf die Sozialversicherungssätze an.
Wie Urlaubsgeld versteuert wird
Urlaubsgeld ist ein sonstiger Bezug. Die Lohnsteuer wird nach der Differenzmethode ermittelt: Man berechnet die Jahressteuer mit und ohne Urlaubsgeld – die Differenz ist die Steuer auf das Urlaubsgeld. Zusätzlich ist Urlaubsgeld voll sozialabgabenpflichtig, solange die Beitragsbemessungsgrenzen nicht überschritten sind.
Lohnsteuer = ESt(Jahreslohn + Urlaubsgeld) − ESt(Jahreslohn)
Wie viel bleibt netto?
Wie viel übrig bleibt, hängt vom Steuersatz und den Sozialabgaben ab. Da das Urlaubsgeld zum Jahreseinkommen hinzukommt, wird es mit dem persönlichen Grenzsteuersatz belastet. In der Praxis bleiben je nach Gehalt und Steuerklasse meist rund 50 bis 65 Prozent netto übrig.
Annahmen und Grenzen
- Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld – es ergibt sich aus Vertrag oder Tarif.
- Die Berechnung ist ein vereinfachtes Modell; Freibeträge und Steuerklasse-Details können abweichen.
- Urlaubsgeld ist nicht dasselbe wie Urlaubsabgeltung (Auszahlung nicht genommener Urlaubstage).
Wofür du den Urlaubsgeld-Rechner brauchst
Im Tarifbetrieb wird im Juli Urlaubsgeld gezahlt – 50 Prozent des Monatsgehalts, wie es im Vertrag steht. Die Frage ist nicht, ob die Zahlung kommt, sondern wie viel netto bleibt. Mit 3.500 € Bruttomonatsgehalt siehst du nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialabgaben sofort den realistischen Betrag.
Vor der Wahl zweier Stellen hilft der Vergleich: Ein Angebot mit Urlaubsgeld wirkt attraktiver als die reine Differenz der Grundgehälter vermuten lässt. Wer wechselt, sollte beide Szenarien durchrechnen, bevor die Verhandlung über den Jahreslohn startet.
Und wer plant, mit dem Geld den Sommerurlaub zu finanzieren, weiß früh, ob die Zahlung die Flüge deckt oder ob ein anderer Termin besser passt.
Auszubildende wiederum erfahren vor der ersten Zahlung, was auf dem Konto landet – und ob die geplante Anschaffung damit machbar ist. Und wer seine Finanzen im Voraus plant, kann die Zahlung auf ein bestimmtes Datum legen, wenn der Vertrag es zulässt.
Mögliche Fehler und schnelle Lösungen
- Das Ergebnis ist zu hoch: Im Feld Brutto steht das Jahresgehalt. Erwartet wird das Monatsgehalt, aus dem sich das Urlaubsgeld ableitet.
- Urlaubsgeld wirkt winzig: Die Höhe wurde als fester Betrag eingegeben, das Feld war aber auf Prozent gestellt. 50 meint 50 Prozent, 500 wären 500 €.
- Kirchensteuer passt nicht: Das Bundesland wurde falsch gewählt. Bayern und Baden-Württemberg kennen 8 Prozent, die übrigen 9.
- Netto fällt zu gering aus: Das Häkchen für kinderlose Beschäftigte ab 23 Jahren ist gesetzt. Ohne Zuschlag bleibt mehr übrig.
- Sätze veraltet: Krankenkassen-Zusatzbeitrag und Beitragsgrenzen sind editierbar. Den Wert aus der letzten Abrechnung eintragen.
Für wen sich der Urlaubsgeld-Rechner eignet
Gebaut ist er für Beschäftigte in Tarifbetrieben, die die Juli-Zahlung einordnen; für Auszubildende, deren erste große Sonderzahlung ansteht; für Personalverantwortliche, die Zahlungen vorbereiten und gegenlesen; sowie für Paare, die zwei Abrechnungen vergleichen.
Auch Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, deren Tarifvertrag Urlaubsgeld vorsieht, finden hier eine schnelle Gegenprobe. Und wer die Zahlung mit der Kollegin vergleicht, sieht sofort, wie sich Steuerklasse und Kirchensteuer auf den Endbetrag auswirken. Das reguläre Monatsgehalt rechnet der Brutto-Netto-Rechner aus, für Weihnachtsgeld öffnest du den Weihnachtsgeld-Rechner. Urlaubsansprüche selbst behandelt der Urlaub-auszahlen-Rechner. Für das restliche Jahresgehalt lohnt der Blick auf den Gehaltsrechner.
Quellen: Paragraf 39b EStG (sonstige Bezuege) · Paragraf 23a SGB IV. Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.
Passende Tools
Weihnachtsgeld-Rechner
Höhe des Weihnachtsgelds als Anteil des Monatsgehalts berechnen.
Zum Tool Arbeit & SozialesUrlaub-Auszahlen-Rechner
Auszahlung nicht genommener Urlaubstage bei Beendigung berechnen.
Zum Tool Arbeit & SozialesBrutto-Netto-Rechner (Näherung)
Nettogehalt aus dem Brutto schätzen: Steuern und Sozialabgaben 2026 im Überblick.
Zum ToolHäufige Fragen
Wird Urlaubsgeld versteuert?
Ja. Urlaubsgeld ist ein sonstiger Bezug und wird nach der Differenzmethode mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Zusätzlich fallen Sozialabgaben an.
Warum bleibt so wenig netto übrig?
Weil das Urlaubsgeld zum Jahreseinkommen hinzukommt und mit dem oberen Grenzsteuersatz belastet wird. Zusammen mit den Sozialabgaben bleiben oft nur rund 50 bis 65 Prozent.
Habe ich Anspruch auf Urlaubsgeld?
Es gibt keinen allgemeinen gesetzlichen Anspruch. Urlaubsgeld ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung.
Wie viel Urlaubsgeld ist üblich?
Tariflich sind häufig 50 bis 100 Prozent eines Monatsgehalts oder feste Beträge vereinbart. Die genaue Höhe hängt vom jeweiligen Tarifvertrag oder Arbeitgeber ab.
Was ist der Unterschied zwischen Urlaubsgeld und Urlaubsabgeltung?
Urlaubsgeld ist eine zusätzliche Zahlung während des Arbeitsverhältnisses. Urlaubsabgeltung ist die Auszahlung nicht genommener Urlaubstage, meist bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
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