Überstunden-Auszahlung-Rechner (Österreich)
Berechne die Brutto-Auszahlung deiner Überstunden nach österreichischem Recht – der gesetzliche Grundzuschlag beträgt 50 %.
In Österreich beträgt der Überstundenzuschlag nach dem Arbeitszeitgesetz (AZG) grundsätzlich 50 %; Kollektivverträge können höhere Zuschläge vorsehen. Der Stundenlohn ergibt sich aus dem Monatsbrutto geteilt durch die monatliche Normalarbeitszeit. Bis zu 18 Überstunden bzw. 200 € monatlich sind Zuschläge teilweise begünstigt.
So benutzt du den Rechner
- Trage Monatsbrutto und die monatliche Normalarbeitszeit ein.
- Gib die Zahl der Überstunden und den Zuschlag ein (Grundzuschlag 50 %).
- Der Brutto-Auszahlungsbetrag erscheint sofort.
Wie die Berechnung funktioniert
Der Stundenlohn ergibt sich aus dem Monatsbrutto geteilt durch die Normalstunden pro Monat. Die Überstunden werden mit dem Stundenlohn plus Zuschlag vergütet. Das AZG sieht einen Grundzuschlag von 50 % vor; viele Kollektivverträge legen höhere Zuschläge oder Zuschläge für bestimmte Zeiten fest.
Stundenlohn = Monatsbrutto/Normalstunden · Auszahlung = Über·Stundenlohn·(1+Zuschlag)
Rechenbeispiel
3.000 € brutto, 167 Normalstunden, 10 Überstunden, 50 % Zuschlag: Stundenlohn 3.000/167 ≈ 17,96 €. Auszahlung 10 · 17,96 · 1,5 ≈ 269,46 € brutto.
Annahmen und Grenzen
- Berechnet wird brutto; Lohnsteuer und Sozialversicherung mindern die Auszahlung.
- Der konkrete Zuschlag und Sonderregeln (z. B. Nacht/Feiertag) richten sich nach dem Kollektivvertrag.
- Steuerbegünstigungen für Überstundenzuschläge (Grenzen) sind hier nicht abgebildet.
Wofür du den Überstunden-Auszahlung-Rechner für Österreich brauchst
Österreichische Kollektivverträge sehen häufig mehr als die gesetzlichen 50 Prozent Zuschlag vor. Wer 10 Überstunden im Monat geleistet hat, möchte vorher wissen, was dabei herauskommt – Grundstundenlohn plus Zuschlag, brutto. Statt die Formel mit dem Monatsgehalt und der Normalarbeitszeit selbst durchzugehen, trägst du drei Werte ein und hast den Betrag vor dir.
Das Tool ist vor allem bei der Jahresabrechnung interessant: Viele Betriebe zahlen Überstunden zum Jahresende aus, statt sie abzubauen. Wer das Angebot der Geschäftsführung gegenrechnet, sieht sofort, ob der Betrag zum Kollektivvertrag passt. Im Streitfall hast du eine eigene Zahl, bevor das Gespräch beginnt.
Praktisch ist der Stundenteiler: Angestellte rechnen üblicherweise mit 173 Stunden pro Monat, viele Kollektivverträge, etwa der der Metallindustrie, mit 143. Der Teiler bestimmt den Grundstundenlohn und damit die gesamte Auszahlung; die beiden Varianten liegen rund 20 Prozent auseinander.
Mögliche Fehler – und schnelle Lösungen
- Die Ausgabe bleibt leer: Ohne Monatsbrutto oder ohne gültigen Stundenteiler lässt sich der Grundstundenlohn nicht bilden. Bei der Option für einen eigenen Wert wird das darunterliegende Feld eingeblendet und muss gefüllt sein.
- Die Auszahlung entspricht dem Grundlohn: Im Zuschlag-Feld steht ein Prozentsatz, kein Eurobetrag. Ein leerer Wert bedeutet null Zuschlag, der gesetzliche Grundwert ist 50.
- Monatsstunden verwechselt: Das Feld erwartet Stunden pro Monat, nicht pro Woche. Ein Wochenwert wie 38,5 vervielfacht den Stundenlohn.
- Tausendertrenner im Gehalt: 3.000 wird als 3 gelesen, weil Punkte nicht entfernt werden. Trage 3000 ein; Komma bleibt für Nachkommastellen reserviert.
- Netto statt Brutto: Das Feld erwartet das Bruttomonatsgehalt. Ein Nettowert erzeugt einen Stundenlohn, der unter jedem Kollektivvertrag liegt.
Die Zielgruppe für diesen Rechner in Österreich
Gebaut ist er für Beschäftigte in Österreich: Angestellte im Büro und in der Produktion, die Überstunden zur Auszahlung bringen wollen; Arbeiterinnen und Arbeiter mit Kollektivvertrag, die den Zuschlag ihres Vertrags nachrechnen; sowie Lohnverrechner und Betriebsräte, die Auszahlungen vorbereiten.
Auch Werkstudenten und Lehrlinge, die zum Jahresende eine Abschlusszahlung erwarten, können den Betrag vorher grob einschätzen und ihn gegen die Abrechnung halten.
Wer dagegen in Deutschland arbeitet, braucht die deutsche Variante – dort ist der Zuschlag nicht gesetzlich festgelegt. Dafür gibt es den Überstunden-Auszahlung-Rechner für Deutschland. Das Beschäftigungsausmaß einer Teilzeitstelle zeigt der Vollzeit-Teilzeit-Rechner.
Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.
Passende Tools
Arbeitszeit-Rechner
Arbeitszeit aus Start, Ende und Pause berechnen – dezimal und in Stunden:Minuten.
Zum Tool Arbeit & SozialesVollzeit-Teilzeit-Rechner
Beschäftigungsausmaß in Prozent und Teilzeitgehalt aus den Wochenstunden.
Zum Tool Arbeit & SozialesÜberstunden-Auszahlung-Rechner (Deutschland)
Brutto-Auszahlung von Überstunden inkl. wählbarem Zuschlag berechnen.
Zum ToolHäufige Fragen
Wie werden Überstunden in Österreich ausbezahlt?
Mit dem Stundenlohn plus Zuschlag. Der gesetzliche Grundzuschlag nach AZG beträgt 50 %; Kollektivverträge können höhere Zuschläge vorsehen.
Wie hoch ist der Überstundenzuschlag in Österreich?
Nach dem AZG grundsätzlich 50 %. Für bestimmte Zeiten (etwa Nacht oder Wochenende) sehen viele Kollektivverträge höhere Zuschläge vor.
Muss der Arbeitgeber Überstunden auszahlen?
Überstunden sind auszuzahlen oder – wenn vereinbart – durch Zeitausgleich abzugelten. Die Details regeln Arbeits- und Kollektivvertrag.
Was ist die steuerbegünstigte Grenze?
Zuschläge für eine begrenzte Zahl an Überstunden sind teilweise steuerbegünstigt. Die genauen Beträge ändern sich und richten sich nach der aktuellen Rechtslage – dieser Rechner bildet das Brutto ab.
Was ist der Unterschied zu Mehrarbeit bei Teilzeit?
Mehrarbeit sind Stunden über die vereinbarte Teilzeit bis zur Normalarbeitszeit; Überstunden liegen darüber. Für Mehrarbeit gelten teils eigene Zuschlagsregeln.
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