TVöD-Rechner (Entgelt)
Berechne dein Jahresbrutto im öffentlichen Dienst aus dem TVöD-Tabellenentgelt und der Jahressonderzahlung.
Das TVöD-Entgelt ergibt sich aus dem Tabellenentgelt der jeweiligen Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe. Übers Jahr kommt die Jahressonderzahlung („Weihnachtsgeld“) hinzu, deren Prozentsatz je nach Entgeltgruppe und Tarifgebiet variiert. Der Rechner bildet daraus das Jahresbrutto.
So benutzt du den TVöD-Rechner
- Schlage dein monatliches Tabellenentgelt in der aktuellen TVöD-Tabelle nach (Entgeltgruppe × Stufe) und trage es ein.
- Gib den Prozentsatz der Jahressonderzahlung an (je nach Gruppe/Gebiet unterschiedlich).
- Monats- und Jahresbrutto inklusive Sonderzahlung erscheinen sofort.
Wie die Berechnung funktioniert
Das Tabellenentgelt hängt von der Entgeltgruppe (z. B. im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst oder Pflege) und der Erfahrungsstufe ab. Der Rechner multipliziert es mit zwölf und addiert die Jahressonderzahlung, die als Prozentsatz eines Monatsentgelts berechnet wird. So ergibt sich das Jahresbrutto ohne Zulagen.
Jahressonderzahlung = Tabellenentgelt · %/100 · Jahresbrutto = Tabellenentgelt · 12 + Sonderzahlung
Rechenbeispiel
3.500 € Tabellenentgelt, Jahressonderzahlung 80 %: Sonderzahlung 2.800 €. Jahresbrutto 3.500 · 12 + 2.800 = 44.800 €.
Annahmen und Grenzen
- Die Tabellenwerte ändern sich mit jedem Tarifabschluss – das Entgeltfeld ist daher selbst einzutragen.
- Zulagen (z. B. SuE-Zulage, Schichtzulagen) und die Stufenlaufzeit sind nicht enthalten.
- Berechnet wird brutto; das Netto hängt von Steuerklasse und Sozialabgaben ab.
Wofür du den TVöD-Rechner brauchst
Die Ausschreibung nennt Entgeltgruppe S 9, Stufe 2 – und du willst wissen, was daraus im Jahr wird. Das Tool liest das Tabellenentgelt und ergänzt die Jahressonderzahlung, sodass du dein Jahresbrutto kennst, bevor du dich bewirbst. Das erleichtert die Planung, wenn neben dem Monatsgehalt auch die Sonderzahlung im Haushalt gebraucht wird.
Der zweite Anwendungsfall ist der Vergleich der Stufen: Wer von Stufe 2 auf Stufe 3 aufsteigt, sieht den Unterschied sofort im Monat und übers Jahr, statt in der Tariftabelle zu blättern. Auch ein Aufstieg in eine höhere Entgeltgruppe lässt sich so schnell durchspielen.
Drittens hilft das Tool beim Gegenüberstellen zweier Angebote: TVöD-Gehälter bestehen aus zwölf Monatsentgelten plus Sonderzahlung, private Stellen meist aus zwölf festen Gehältern. Nur das Jahresbrutto ist eine belastbare Vergleichsgröße – das Äquivalent außerhalb des öffentlichen Dienstes berechnet der Weihnachtsgeld-Rechner.
Häufige Fehlerquellen – und was dagegen hilft
- Das Jahresbrutto ist absurd hoch: Die Jahressonderzahlung wird als Prozentwert gelesen. Wer dort einen Eurobetrag wie 2800 einträgt, vervielfacht das Ergebnis.
- Punkt statt Komma: Punkte werden als Tausendertrenner entfernt. Wer 84,51 als 84.51 tippt, bekommt 8451 Prozent – für Nachkommastellen immer das Komma.
- Das Monatsentgelt wirkt zu hoch: Eingetragen wird der Tabellenwert pro Monat. Wer das Jahresgehalt aus der Anzeige übernimmt, multipliziert das Ergebnis ein zweites Mal.
- Die Stufe stimmt nicht: Im Feld steht die Erfahrungsstufe, nicht die Zahl der Berufserfahrene Jahre. Wer die Berufserfahrung als Zahl einträgt, verschiebt das Entgelt um mehrere hundert Euro.
- Die Sonderzahlung fehlt: Ein geleertes Feld ergibt zwölf Monatsgehälter ohne die ergänzende Zahlung. Der genaue Prozentsatz steht im jeweiligen Tarifvertrag.
Für wen sich das Tool eignet
Zahlreich sind hier Bewerberinnen und Bewerber im sozialen und erzieherischen Bereich, die aus einer Ausschreibung die passende Entgeltgruppe und Stufe in Zahlen übersetzen wollen. Ebenso treffen es Beschäftigte in Kitas, Jugendhilfe und Pflege, die ihre Eingruppierung nach einem Aufstieg prüfen, sowie Personalverantwortliche, die Stellen ausschreiben und das Budget kalkulieren.
Auch Studierende der Sozialen Arbeit nutzen das Tool für einen realistischen Blick auf das spätere Einstiegsgehalt.
Wer den Umfang einer reduzierten Stelle in Prozent wissen will, öffnet den Vollzeit-Teilzeit-Rechner. Für ein Jahresgehalt außerhalb des öffentlichen Dienstes ist der Gehaltsrechner die richtige Adresse.
Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.
Passende Tools
Arbeitszeit-Rechner
Arbeitszeit aus Start, Ende und Pause berechnen – dezimal und in Stunden:Minuten.
Zum Tool Arbeit & SozialesVollzeit-Teilzeit-Rechner
Beschäftigungsausmaß in Prozent und Teilzeitgehalt aus den Wochenstunden.
Zum Tool Arbeit & SozialesWeihnachtsgeld-Rechner
Höhe des Weihnachtsgelds als Anteil des Monatsgehalts berechnen.
Zum ToolHäufige Fragen
Wie viel verdient man im TVöD?
Das hängt von Entgeltgruppe und Erfahrungsstufe ab. Das monatliche Tabellenentgelt steht in der aktuellen TVöD-Tabelle; hinzu kommt die Jahressonderzahlung. Der Rechner bildet daraus das Jahresbrutto.
Was ist die Jahressonderzahlung?
Eine jährliche Sonderzahlung (früher Weihnachtsgeld), berechnet als Prozentsatz eines Monatsentgelts. Der Satz ist je nach Entgeltgruppe und Tarifgebiet unterschiedlich.
Wie funktioniert die Eingruppierung im TVöD?
Die Tätigkeit bestimmt die Entgeltgruppe, die Berufserfahrung die Stufe innerhalb der Gruppe. Beides zusammen ergibt das Tabellenentgelt. Die konkrete Eingruppierung regelt der Tarifvertrag.
Warum muss ich das Entgelt selbst eintragen?
Weil sich die TVöD-Tabellen mit jedem Tarifabschluss ändern. Damit der Rechner korrekt bleibt, trägst du den aktuellen Tabellenwert deiner Gruppe und Stufe ein.
Sind Zulagen enthalten?
Nein. Zulagen wie die SuE- oder Pflegezulage sowie Schicht- und Wechselschichtzulagen kommen zum Tabellenentgelt hinzu und sind hier nicht berücksichtigt.
Alle Tools an einem Ort
Über 100 Rechner für Alltag, Mathematik, Finanzen und mehr – kostenlos, ohne Anmeldung und mit sichtbarem Rechenweg.