Dividenden-Rechner

Berechne aus Anlagebetrag und Dividendenrendite die jährliche Dividende – brutto und netto nach Abgeltungssteuer.

DE 26,375 % inkl. Soli · AT 27,5 % · anpassbar
mit Wiederanlage der Dividenden
Unverbindliche Modellrechnung, keine Steuerberatung. Abgeltungssteuer 25 % + 5,5 % Soli = 26,375 % (ohne Kirchensteuer), nach Abzug des Sparerpauschbetrags.

Die Bruttodividende ist der Anlagebetrag mal der Dividendenrendite. Davon gehen in Deutschland rund 26,375 % Abgeltungssteuer inklusive Soli ab (ohne Kirchensteuer), soweit der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft ist. Übrig bleibt die Netto-Dividende.

So benutzt du den Dividenden-Rechner

  • Trage den Anlagebetrag und die erwartete Dividendenrendite ein.
  • Gib den noch verfügbaren Sparerpauschbetrag an.
  • Brutto- und Netto-Dividende sowie die Netto-Rendite erscheinen sofort.

Wie die Berechnung funktioniert

Die Bruttodividende ist Anlagebetrag mal Rendite. Vom steuerpflichtigen Teil (nach Abzug des Freibetrags) gehen 26,375 % Abgeltungssteuer inklusive Solidaritätszuschlag ab. Der verbleibende Betrag ist die Netto-Dividende; bezogen auf den Anlagebetrag ergibt sich die Netto-Rendite.

Brutto = Betrag · Rendite/100 · steuerpflichtig = max(0, Brutto − Freibetrag) · Netto = Brutto − 26,375 %·steuerpflichtig

Rechenbeispiel

20.000 € Anlage, 3,5 % Rendite, 1.000 € Freibetrag: Bruttodividende 700 €. Da unter dem Freibetrag, fällt keine Steuer an – netto 700 €, Netto-Rendite 3,5 %. Ohne Freibetrag blieben nach Steuer rund 515 €.

Annahmen und Grenzen

  • Es wird die Abgeltungssteuer ohne Kirchensteuer angesetzt; mit Kirchensteuer sinkt das Netto leicht.
  • Quellensteuern auf ausländische Dividenden sind nicht berücksichtigt.
  • Die Dividende ist nicht garantiert; Unternehmen können sie kürzen oder streichen.

Reale Aufgaben, die der Dividenden-Rechner löst

Du hast 25.000 € in einen Dividendenfonds angelegt und willst wissen, was davon jährlich nach Steuern übrig bleibt. Der Rechner nennt dir Bruttodividende und Nettobetrag – inklusive noch verfügbarem Sparerpauschbetrag –, bevor du die Zahl in deinen Finanzplan schreibst. So siehst du, ob die Ausschüttung dein monatliches Einkommen tatsächlich spürbar ergänzt.

Auch beim Vergleich zweier Titel hilft er: Steht eine Firma mit 3,8 Prozent Rendite neben einer mit 5,2 Prozent, siehst du direkt, was der Unterschied auf deinen Anlagebetrag ausmacht – nämlich bei 25.000 € rund 350 € im Jahr, bevor Steuern abgehen. Mit den optionalen Feldern für Anlagedauer und Dividendenwachstum planst du, wie sich die Ausschüttung über zehn Jahre entwickelt, wenn du die Erträge wieder anlegst – die reine Verzinsungsrechnung macht der Zinseszins-Rechner.

Wenn die Dividende nicht stimmt: häufige Fehler

  • Netto-Dividende erscheint zu hoch: Der Sparerpauschbetrag ist noch eingetragen. Ist er ausgeschöpft, setze den Freibetrag auf null, sonst wird zu wenig Steuer gerechnet.
  • Rendite und Ausschüttungsbetrag verwechselt: Die Dividendenrendite wird in Prozent angegeben, der Anlagebetrag in Euro. 4,5 entspricht 4,5 Prozent, nicht 4.500 €.
  • Steuersatz wirkt zu niedrig: Die Vorgabe von 26,375 Prozent enthält Abgeltungssteuer und Soli, aber keine Kirchensteuer. Bei Kirchensteuerpflicht trägst du den höheren Satz ein.
  • Dividendenwachstum als Betrag gelesen: Die Rate steht pro Jahr – 6 bedeutet 6 Prozent mehr Ausschüttung im Folgejahr, nicht 6 €.
  • Komma oder Punkt: 12500 und 12.500 sind derselbe Betrag, Leerzeichen als Tausendertrenner werden nicht ausgewertet – gib 12500 ein.

Für wen sich das Tool eignet

Regelmäßig profitieren Privatanleger, die ihr Portfolio bewusst auf Ausschüttungen ausrichten – etwa Rentner, die die Erträge als Zusatzeinkommen brauchen, oder Sparer, die vorhandene Freibeträge gezielt ausnutzen wollen. Auch wer zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds entscheidet, gewinnt hier eine belastbare Vergleichsgröße.

Berater verwenden das Tool, um Mandanten die Netto-Erträge schnell zu veranschaulichen, und Belegschaftsaktionäre prüfen, was ihre Ausschüttung nach Abzug der Steuer wirklich bringt. Wer seine Freibeträge auf mehrere Banken verteilt, rechnet hier vorab nach, bevor er den Betrag festlegt. Wenn du dagegen die Gesamtrendite inklusive Kursgewinnen brauchst, ist der Aktienrendite-Rechner die bessere Wahl; und falls du ausrechnen willst, wie lange es dauert, bis Ausschüttungen dein Einkommen ersetzen, gibt es den FIRE-Rechner.

Quellen: § 20 EStG (Abgeltungsteuer). Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.

Häufige Fragen

Wie berechnet man die Dividendenrendite?

Man teilt die jährliche Dividende je Aktie durch den Kurs und multipliziert mit 100. Für den Ertrag multipliziert man den Anlagebetrag mit der Rendite.

Wie werden Dividenden versteuert?

In Deutschland mit der Abgeltungssteuer von 25 % plus Soli (zusammen 26,375 %) und ggf. Kirchensteuer, nach Abzug des Sparerpauschbetrags von 1.000 € pro Person.

Was ist die Netto-Dividende?

Der Betrag, der nach Abzug der Abgeltungssteuer übrig bleibt. Solange der Sparerpauschbetrag reicht, bleibt die Dividende steuerfrei.

Was ist eine gute Dividendenrendite?

Das hängt vom Markt ab. Werte von 3–5 % gelten oft als solide; sehr hohe Renditen können auf Kursverluste oder Risiken hindeuten und sind kritisch zu prüfen.

Sind Dividenden garantiert?

Nein. Unternehmen entscheiden jährlich über die Ausschüttung und können sie kürzen oder aussetzen. Vergangene Dividenden sind keine Garantie für die Zukunft.

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