Alimente-Rechner Schweiz (Schätzung)

Schätze grob den monatlichen Kindesunterhalt in der Schweiz aus deinem Nettoeinkommen und der Zahl der Kinder.

Sehr grobe Schätzung ohne amtliche Grundlage, keine Rechtsberatung. In der Schweiz gilt richterliches Ermessen nach ZGB Art. 276 ff.; maßgeblich sind der konkrete Bedarf und die kantonalen Empfehlungen (z. B. Zürcher Tabellen). Für verbindliche Zahlen eine Fachperson beiziehen.

In der Schweiz gibt es keine feste Formel für den Kindesunterhalt wie die deutsche Düsseldorfer Tabelle – Gerichte entscheiden nach Bedarf des Kindes und Leistungsfähigkeit der Eltern (ZGB Art. 276 ff.). Als sehr grobe Orientierung dienen Anteile des Nettoeinkommens, die mit der Kinderzahl steigen. Der Rechner liefert nur einen Schätzbereich.

So benutzt du den Alimente-Rechner

  • Trage das Nettoeinkommen der unterhaltspflichtigen Person ein.
  • Gib die Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder an.
  • Ein grober Schätzbereich für den gesamten Kindesunterhalt erscheint sofort.

Wie die Schätzung funktioniert

Da es keine verbindliche Schweizer Unterhaltsformel gibt, nutzt der Rechner grobe Erfahrungsanteile am Nettoeinkommen, die mit der Kinderzahl steigen (etwa 15–17 % für ein Kind, mehr für weitere). Daraus wird ein Bereich gebildet. Die realen Alimente hängen vom konkreten Bedarf des Kindes, dem Existenzminimum beider Eltern und der Betreuungssituation ab und werden gerichtlich festgelegt.

Schätzbereich = Nettoeinkommen · Anteil (steigt mit Kinderzahl)

Rechenbeispiel

7.000 CHF Nettoeinkommen, 2 Kinder: Der Rechner schätzt grob einen Bereich um etwa 27 % des Einkommens, also rund 1.900 CHF gesamt. Der tatsächliche Betrag kann je nach Bedarf und kantonaler Praxis deutlich abweichen.

Annahmen und Grenzen

  • Es gibt keine amtliche Formel; die verwendeten Anteile sind grobe Erfahrungswerte, kein Rechtsstand.
  • Betreuungsunterhalt, Sonderbedarf und das Existenzminimum sind nicht abgebildet.
  • Verbindlich sind der konkrete Bedarf, kantonale Empfehlungen und die gerichtliche Festlegung.

Wofür du den Alimente-Rechner Schweiz brauchst

In der Schweiz gibt es keine Düsseldorfer Tabelle – Gerichte entscheiden nach Bedarf des Kindes und Leistungsfähigkeit der Eltern. Wer vor der Trennung eine erste Orientierung will, trägt das Nettoeinkommen und die Anzahl Kinder ein und erhält einen Schätzbereich, ohne ein teures Gutachten zu beauftragen.

Auch vor dem Gerichtstermin hilft die Rechnung: Wer weiß, dass drei Kinder aus 7.000 CHF Netto mehr herausholen als zwei, kann die eigene Position besser einordnen. Und für Paare, die eine einvernehmliche Regelung suchen, liefert der Rechner einen Gesprächsanker fürs Mediationsgespräch – ohne dass sofort ein Anwalt nötig ist.

Studierende der Sozialarbeit und der Rechtswissenschaft nutzen das Tool ebenso, um die Größenordnung schweizerischer Alimente zu verstehen. Auch Menschen, die ein zweites Kind planen, sehen so grob, wie sich die Belastung verändert – ohne Tabellen-Nachschlagen. Und wer bereits Unterhalt zahlt und ein neues Einkommen hat, prüft hier, ob eine Anpassung im Gespräch steht.

Mögliche Fehler und schnelle Lösungen

  • Der Betrag wirkt zu hoch: Das Feld ist für das Nettoeinkommen gedacht, nicht das Brutto. Ein Jahresgehalt statt Monatsnettos verfälscht die Schätzung massiv.
  • Die Kinderzahl ist nicht angegeben: Ohne sie fehlt die Basis der Anteile. Mindestens ein Kind eintragen.
  • Das Alter des jüngsten Kindes ist falsch: Unter Schulalter, Schulkind und über 12 Jahre haben unterschiedliche Anteile. Die Option muss zum jüngsten Kind passen.
  • Das Einkommen des anderen Elternteils fehlt: Der Rechner fragt nur dein Netto. Für die tatsächliche Berechnung zählt auch das Einkommen des anderen – hier als grobe Orientierung beachten.
  • Währung verwechselt: Alle Werte sind in CHF pro Monat, nicht in Euro und nicht pro Jahr.

Für wen sich der Alimente-Rechner eignet

Gebaut ist er für Eltern vor oder während einer Trennung, die eine erste Schätzung wollen; für Beratungsstellen, die Fälle grob einordnen; sowie für Studierende, die schweizerisches Unterhaltsrecht verstehen. Auch Anwälte nutzen die Orientierung vor dem Mandantengespräch, um realistische Erwartungen zu wecken.

Wer dagegen den deutschen Kindesunterhalt sucht, öffnet den Wechselmodell-Unterhalt-Rechner. Für die eigene Nettolohn-Planung ist der Lohnrechner Schweiz die passendere Adresse. Und wenn nach der Trennung eine Rente des Partners im Spiel ist, hilft der Zugewinnausgleich-Rechner.

Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.

Häufige Fragen

Wie werden Alimente in der Schweiz berechnet?

Nicht nach einer festen Formel, sondern nach dem Bedarf des Kindes und der Leistungsfähigkeit der Eltern (ZGB Art. 276 ff.). Gerichte und kantonale Empfehlungen (z. B. Zürcher Tabellen) geben den Rahmen vor.

Gibt es eine Tabelle wie die Düsseldorfer Tabelle?

Nein, keine schweizweit verbindliche. Einzelne Kantone nutzen Empfehlungen wie die Zürcher Tabellen als Orientierung für den Bedarf des Kindes.

Wie viel Unterhalt steht meinem Kind zu?

Das richtet sich nach dem konkreten Bedarf und den Einkommensverhältnissen und wird individuell festgelegt. Dieser Rechner liefert nur einen sehr groben Schätzbereich.

Zählt auch der Betreuungsunterhalt?

Ja, seit 2017 gibt es zusätzlich den Betreuungsunterhalt, der die Betreuung durch einen Elternteil abgilt. Er ist hier nicht abgebildet und erhöht den Gesamtbetrag oft deutlich.

Ist die Schätzung verbindlich?

Nein, keinesfalls. Sie dient nur der ersten groben Orientierung. Für verbindliche Zahlen ist eine Fachperson oder das Gericht zuständig.

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