Passwort-Stärke prüfen

Teste die Stärke eines Passworts – die Eingabe verlässt deinen Browser nie. Du erhältst Entropie, Knackzeit-Schätzung und Verbesserungstipps.

Alle Berechnungen laufen in deinem Browser; das Passwort wird nicht gesendet oder gespeichert. Die Knackzeit ist eine grobe Schätzung unter Annahme eines schnellen Offline-Angriffs (10 Milliarden Versuche pro Sekunde) und eines langsamen Online-Angriffs (100 pro Sekunde). Tatsächliche Zeiten hängen von Hash-Verfahren und Angreifer ab.

Der Passwort-Checker bewertet ein Passwort anhand von Länge, Zeichenarten, Entropie und typischen Schwächen wie Tastaturfolgen (qwertz), Zahlenreihen, Wiederholungen, Jahreszahlen und häufigen Passwörtern. Er schätzt die Zeit, die ein Angreifer bei einem Offline-Angriff bräuchte, und gibt konkrete Tipps. Dein Passwort wird nicht übertragen. Trotzdem gilt: Prüfe nie ein echtes, aktuell genutztes Passwort in einem Online-Tool.

Was der Check bewertet

  • Länge: Sie ist der wichtigste Faktor. Jedes zusätzliche Zeichen vergrößert die Zahl der Möglichkeiten enorm.
  • Zeichenarten: Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen vergrößern den Zeichenvorrat.
  • Muster: Tastaturfolgen (qwertz, asdf), Zahlenreihen (1234), Wiederholungen (aaaa) und Jahreszahlen reduzieren die effektive Stärke.
  • Häufige Passwörter: Ein Abgleich mit einer eingebauten Liste sehr verbreiteter Passwörter (etwa „123456“ und „passwort“) führt zu einer Abwertung.
  • Leetspeak: Ersetzungen wie „a → @“ oder „o → 0“ helfen kaum, weil Angreifer sie kennen.

Wie die Knackzeit geschätzt wird

Aus der Entropie wird die durchschnittliche Zahl der Versuche berechnet (die Hälfte aller Möglichkeiten). Diese teilt man durch die Angriffsgeschwindigkeit. Bei einem Offline-Angriff auf gestohlene Passwort-Hashes sind bei schnellen Verfahren (z. B. ungesalzenes MD5) Milliarden Versuche pro Sekunde möglich; gut konfigurierte, langsame Verfahren (bcrypt, Argon2) verringern das stark. Online-Angriffe werden durch Sperren und Wartezeiten gebremst.

Zeit ≈ 2^(Entropie − 1) ÷ Versuche pro Sekunde

Bewertungsstufen

StufeEffektive EntropieBedeutung
Sehr schwach< 28 BitSofort knackbar
Schwach28–40 BitIn Minuten bis Stunden knackbar
Mäßig40–60 BitFür unwichtige Konten vertretbar
Stark60–80 BitGute Wahl für die meisten Konten
Sehr stark> 80 BitAuch gegen gezielte Angriffe geeignet

Grenzen der Bewertung

Jeder Passwort-Checker ist eine Näherung. Er kennt nicht alle Wörterbücher und Muster, die Angreifer nutzen, und er weiß nicht, ob dein Passwort bereits in einem Datenleck aufgetaucht ist. Ein längeres, zufälliges Passwort ist immer besser als ein „clever“ ausgedachtes. Prüfe, ob eine E-Mail-Adresse in Datenlecks auftaucht, mit einem vertrauenswürdigen Dienst, und aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung.

Typische Anwendungsfälle für den Passwort-Check

Du stehst vor der Wahl zwischen „Sommer2026!“ und einer Passphrase und willst wissen, welcher Kandidat länger hält. Der Checker bewertet beide Varianten sofort und zeigt unter der Bewertung die konkreten Gründe – etwa eine Jahreszahl oder das Muster Wort, Zahl, Ausrufezeichen. Aus zwei Vorschlägen wird so eine fundierte Entscheidung, ohne dass du dich auf das Bauchgefühl verlässt.

Der zweite Anwendungsfall ist die Praxis im Job: In vielen Firmen gilt eine Regel wie „mindestens 12 Zeichen mit Sonderzeichen“. Bevor du dein neues Arbeitspasswort verbindest, testest du ein ähnlich aufgebautes Exemplar und siehst, ob die Vorgabe tatsächlich etwas bringt oder nur nach Sicherheit aussieht.

Dazu kommt das Aufräumen alter Zugänge: Wer seit Jahren dasselbe Passwort für Mail, Shop und Forum nutzt, prüft hier, welche Variante er als neue Grundlage nimmt – und ob die Ergänzung durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung des jeweiligen Anbieters überhaupt noch nötig ist.

Häufige Fehler beim Prüfen – und was dagegen hilft

  • Balken und Kacheln bleiben leer: Ohne Eingabe gibt es kein Ergebnis. Das Feld enthält einen Beispieltext – ihn ersetzen, nicht ergänzen.
  • Bewertung fällt auf einen extrem niedrigen Wert: Der String steht in der eingebauten Liste der häufigsten Passwörter, dann gibt es nur eine grobe Einstufung. Ein ähnlich aufgebautes, aber nicht gelistetes Passwort zeigt die echte Stärke.
  • Knackzeit wirkt alarmierend kurz: Die Schätzung unterstellt einen sehr schnellen Angreifer und zeigt damit den ungünstigsten Fall. Bei Diensten mit langsamen Verfahren wie bcrypt oder Argon2 dauert es erfahrungsgemäß deutlich länger.
  • Ergebnis überrascht ohne sichtbaren Grund: Jahreszahlen, Zahlenfolgen wie 1234 und das Muster Wort plus Zahl plus Symbol werden abgewertet. Die Hinweise unter der Bewertung nennen den genauen Auslöser.
  • Zwei Zeichen zählen wie eins: Gezählt wird die Zahl der unterschiedlichen Stellen. Enthält ein Passwort immer wieder dieselben Buchstaben, fällt die effektive Stärke unter die reine Längenangabe.

Wer profitiert – und wann ein anderes Tool besser passt

Regelmäßig nutzen den Check Personen, die ihre Zugänge aufräumen: Beschäftigte, die eine neue Passwortrichtlinie umsetzen, Studierende und Azubis, die ihren ersten Passwortmanager einrichten, Eltern, die das Familienkonto absichern, sowie Administratorinnen, die Beispielwerte für eine Anleitung brauchen.

Auch beim Wechsel eines Anbieters hilft der Blick auf die Bewertung: Zeigt der Kandidat nur „mäßig“, lohnt sich der Austausch gegen eine längere Variante, bevor das Konto aktiv genutzt wird.

Wer ein neues Passwort erzeugen will, öffnet den Passwort-Generator. Falls du prüfen möchtest, wie gut sich eine Prüfsumme aus deinen Daten berechnen lässt, führt der Weg über den Hash-Generator, und für Zahlencodes ohne Buchstaben findest du beim PIN-Generator die passende Variante.

Datenschutz & Prüfung: Dieses Tool arbeitet vollständig lokal in deinem Browser – Eingaben und Dateien werden nicht hochgeladen oder gespeichert. Funktion geprüft: Oktober 2026.

Häufige Fragen

Ist es sicher, mein Passwort hier zu testen?

Die Prüfung läuft komplett in deinem Browser, es gibt keine Übertragung. Trotzdem solltest du keine echten, aktuell genutzten Passwörter in Online-Tools eingeben, sondern ein ähnlich aufgebautes Testpasswort.

Was ist Entropie bei Passwörtern?

Ein Maß in Bit für die Zahl der Möglichkeiten. Jedes Bit verdoppelt den Aufwand für einen Angreifer.

Ist ein langes Passwort wirklich besser als ein komplexes kurzes?

In der Regel ja. Ein zufälliges 20-Zeichen-Passwort oder eine Passphrase aus acht Zufallswörtern ist deutlich stärker als ein kurzes mit Sonderzeichen.

Wie schnell kann ein Passwort geknackt werden?

Das hängt vom Angriff ab. Bei einem Offline-Angriff auf schwach gehashte Passwörter genügen Sekunden bis Stunden für Passwörter unter 10 Zeichen.

Was bringt Zwei-Faktor-Authentifizierung?

Auch bei geleaktem Passwort braucht der Angreifer einen zweiten Faktor. Sie erhöht die Sicherheit erheblich.

Wie erstelle ich ein sicheres Passwort?

Mit dem Passwort-Generator dieser Seite – zufällig, mindestens 16 Zeichen oder acht Wörter.

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