Indexmiete-Rechner

Bei einer Indexmiete steigt die Miete mit dem Verbraucherpreisindex (VPI). Trage die aktuelle Kaltmiete und die beiden VPI-Werte ein und erhalte die neue zulässige Miete samt Erhöhung.

z. B. 2023 = 116,7 (Destatis, Basis 2020=100)
z. B. 2025 = 121,9 – aktuellen Monatswert bei Destatis prüfen
Unverbindliche Berechnung, keine Rechtsberatung. Die Miete muss zwischen zwei Erhöhungen mindestens 12 Monate unverändert bleiben (§ 557b BGB). Maßgeblich ist in der Regel der Monatswert des VPI.

Bei einer Indexmiete wird die neue Miete berechnet, indem die alte Kaltmiete mit dem Verhältnis der Verbraucherpreisindizes multipliziert wird: alte Miete mal VPI neu geteilt durch VPI alt. Steigt der VPI von 116,7 auf 121,9, erhöht sich eine Miete von 800 € auf rund 835,64 €.

So benutzt du den Indexmiete-Rechner

  • Trage die aktuelle Kaltmiete (ohne Nebenkosten) ein.
  • Gib den VPI zum Zeitpunkt der letzten Miete und den aktuellen VPI ein.
  • Die neue Miete sowie die Erhöhung in Euro und Prozent erscheinen sofort.

Wie die Indexmiete berechnet wird

Die Indexmiete ist im Mietvertrag an den Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts gekoppelt (§ 557b BGB). Die neue Miete ergibt sich, indem die alte Kaltmiete mit dem Verhältnis der beiden Indexstände multipliziert wird. Zwischen zwei Erhöhungen muss die Miete mindestens 12 Monate unverändert bleiben.

Neue Miete = alte Miete · (VPI neu / VPI alt)

VPI-Jahreswerte (Basis 2020 = 100)

Jahresdurchschnitte laut Statistischem Bundesamt: 2020 = 100,0; 2021 = 103,1; 2022 = 110,2; 2023 = 116,7; 2024 = 119,3; 2025 = 121,9. Für eine rechtssichere Berechnung wird meist der Monatswert des jeweiligen Stichtags herangezogen – die aktuellen Werte veröffentlicht Destatis monatlich.

Annahmen und Grenzen

  • Maßgeblich ist der im Vertrag vereinbarte Indexstand, meist der Monatswert.
  • Sinkt der VPI, kann die Miete theoretisch auch sinken.
  • Der Rechner ersetzt keine rechtliche Prüfung des konkreten Mietvertrags.

Wo sich der Indexmiete-Rechner lohnt

Der Vermieter schreibt, die Kaltmiete steige von 800 € auf 835,64 €, und beruft sich auf den Verbraucherpreisindex. Mit den beiden Indexständen 116,7 und 121,9 prüfst du die Rechnung in Sekunden – weicht dein Ergebnis ab, fragst du nach, bevor du widersprichst.

Für Vermieter und Hausverwaltungen läuft dieselbe Aufgabe in Serie: Nach einer Indexanpassung für eine Wohnung gilt die nächste oft zwölf Monate später. Die Werte werden eingetragen, die neue Miete und die Erhöhung in Euro und Prozent stehen bereit.

Auch beim Mietvertragsabschluss hilft die Perspektive: Wer weiß, wie stark die Miete in den vergangenen Jahren stieg, kann grob einschätzen, was die Indexklausel in den nächsten Jahren bedeutet.

Und in der Beratungsstunde hilft die Rechnung, einem Mieter die Zusammensetzung der Erhöhung zu erklären – die Prozentzahl im Schreiben lässt sich direkt gegen den Indexstand prüfen.

Mögliche Fehler und schnelle Lösungen

  • Die Erhöhung fällt zu groß aus: Eingetragen wurde die Warmmiete. Maßgeblich ist die Kaltmiete ohne Nebenkosten.
  • VPI-Werte aus verschiedenen Reihen: Beide Indexstände müssen auf derselben Basis und derselben Reihe beruhen. Mischt man Werte aus verschiedenen Basisjahren, stimmt das Verhältnis nicht.
  • Jahres- und Monatswert verwechselt: In der Praxis gilt meist der Monatswert zum Stichtag. Für eine genaue Prüfung den Wert von Destatis verwenden.
  • Erhöhung zu oft: Zwischen zwei Anpassungen müssen zwölf Monate unveränderte Miete liegen. Das Datum der letzten Erhöhung prüfen.
  • Ergebnis ohne Vertragsbezug: Der Rechner rechnet die Formel. Ob die Indexklausel wirksam ist, steht im Mietvertrag – im Zweifel den Mieterverein fragen.

Für wen sich der Indexmiete-Rechner eignet

Nutzen haben Mieterinnen und Mieter, die Erhöhungsschreiben nachrechnen; Hausverwaltungen und Vermieter, die Anpassungen vorbereiten; Mietervereine und Rechtsberatungsstellen in der Erstorientierung; sowie Studierende der Immobilienwirtschaft, die die Klausel durchspielen.

Auch WG-Mitglieder und Vermieter-WG-Betreiber, die eine gemeinsame Wohnung vermietet haben, finden hier den passenden Wert. Und wer im Streitfall die Berechnung des Vermieters nachvollziehen will, hält dem Gegenüber die eigene Zahl aus dem Rechner entgegen. Für Mieterhöhungen nach Modernisierung oder Vergleichsmiete öffnest du den Mieterhöhungs-Rechner, für den Index selbst den Verbraucherpreisindex-Rechner, für die Betriebskosten den Nebenkosten-Rechner. Ohne Indexklausel im Vertrag kommt die Rechnung nicht zustande – zuerst den Mietvertrag prüfen.

Quellen: Paragraf 557b BGB (Indexmiete) · Destatis - Verbraucherpreisindex. Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.

Häufige Fragen

Wie wird die Indexmiete berechnet?

Die neue Kaltmiete ist die alte Miete mal dem Verhältnis der Verbraucherpreisindizes: VPI neu geteilt durch VPI alt. Steigt der Index um 4,5 Prozent, steigt auch die Miete um 4,5 Prozent.

Wie oft darf die Indexmiete erhöht werden?

Höchstens einmal pro Jahr: Zwischen zwei Erhöhungen muss die Miete mindestens 12 Monate unverändert bleiben (§ 557b BGB).

Welcher VPI-Wert gilt – Monats- oder Jahreswert?

In der Regel der Monatswert zum jeweiligen Stichtag. Die Jahresdurchschnitte eignen sich für eine grobe Berechnung; den genauen Monatswert veröffentlicht das Statistische Bundesamt.

Kann die Indexmiete auch sinken?

Grundsätzlich ja: Fällt der Verbraucherpreisindex, kann die Miete rechnerisch ebenfalls sinken. In der Praxis steigt der VPI aber meist.

Was ist der Unterschied zur Staffelmiete?

Bei der Staffelmiete sind die Erhöhungen als feste Beträge im Vertrag festgelegt. Bei der Indexmiete richtet sich die Erhöhung nach dem Verbraucherpreisindex.

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