Wohngeld-Rechner: Miet- & Bauwng
Schätze dein Wohngeld vorab.
Das Wohngeld ist eine staatliche Wohnungsleistung für Haushalte mit geringem Einkommen. Es wird als Mietwohngeld (für Mieter) oder Bauwohngeld (für Eigentümer, die selbst wohnen) gezahlt. Die Höhe hängt von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, dem Jahreseinkommen, der Nettokaltmiete bzw. der Kreditbelastung und dem Wohngeldrechtsstaat (A bis M) ab. Die Wohngeldreform 2023 hat die Einkommensgrenzen und die Bedarfssätze angehoben. Der Rechner liefert eine Näherung; die endgültige Berechnung macht die Wohngeldbehörde.
So benutzt du den Rechner
- Gib die Anzahl der Personen im Haushalt ein.
- Trage das Jahres-Nettoeinkommen und die Nettokaltmiete ein.
- Wähle deinen Wohngeldrechtsstaat (A, B oder M).
- Die Wohngeldschätzung wird sofort berechnet.
Wie die Berechnung funktioniert
Das Wohngeld ist ein Gemisch aus Miet- und Bedarfsanteil. Der Bedarf steigt mit der Anzahl der Personen, der Mietanteil mit der Nettokaltmiete (bis zur Mietobergrenze). Vom Gesamtbedarf wird ein Eigenanteil abgezogen, der vom Einkommen abhängt: Je höher das Einkommen, desto geringer das Wohngeld. Die Mietobergrenzen richten sich nach dem Wohngeldrechtsstaat.
Wohngeld = (Mietanteil + Bedarfsanteil) − Eigenanteil(Einkommen)
Ein Beispiel
3 Personen, 22.000 € Nettoeinkommen, 700 € Nettokaltmiete, Staat B: Das Wohngeld liegt in der Größenordnung von ca. 150–250 €/Monat. Mit geringerem Einkommen oder mehr Personen steigt der Betrag, bis zur Mietobergrenze.
Annahmen und Grenzen
- Die Schätzung orientiert sich an der Wohngeldreform 2023.
- Mietobergrenzen und Bedarfssätze sind je Rechtsstaat unterschiedlich.
- Bauwohngeld wird für selbstgenutztes Eigentum gezahlt (Kreditbelastung statt Miete).
- Die endgültige Berechnung erfolgt durch die Wohngeldstelle.
Typische Einsatzzwecke für den Wohngeld-Rechner
Du lebst mit zwei Kindern in einer Wohnung mit 700 € Nettokaltmiete und verdienst 22.000 € im Jahr. Kommt Wohngeld in Frage? Der Rechner schätzt die Höhe aus Haushaltsgröße, Einkommen und Miete – bei diesen Werten liegt das Wohngeld in der Größenordnung von 150 bis 250 € monatlich.
Auch beim Umzug hilft das Tool: Eine teurere Wohnung in einem anderen Bundesland verändert die Mietobergrenze. Die Auswahl des Wohngeldrechtsstaats A, B oder M entscheidet über die Berechnung.
Für die Berechnung der Nebenkosten öffnest du den Nebenkosten-Rechner, für das Kindergeld den Kindergeld-Rechner.
Wenn das Ergebnis nicht stimmt: häufige Fehlerquellen
- Wohngeldrechtsstaat vergessen: Die Mietobergrenzen sind je Bundesland unterschiedlich. Ohne Auswahl wird mit Staat B gerechnet.
- Nettokaltmiete mit Bruttokaltmiete verwechselt: Das Feld erwartet die Nettokaltmiete ohne Heizung und Nebenkosten. Eine Bruttokaltmiete führt zu einer falschen Schätzung.
- Dezimalkomma mit Komma: Aus 700,50 wird 700. Nachkommastellen schreibst du mit Punkt.
- Tausendertrenner wie 1.000 wird nicht als tausend gelesen, sondern verkürzt die Eingabe. 1000 schreibst du ohne Punkt.
- Personen im Haushalt vergessen: Die Anzahl der Personen beeinflusst den Bedarf. Ohne Eingabe bleibt die Schätzung unvollständig.
Für wen sich der Wohngeld-Rechner eignet
Mieterinnen und Mieter mit geringem Einkommen, die prüfen wollen, ob Wohngeld in Frage kommt, sowie Eigentümerinnen, die Bauwohngeld für selbstgenutztes Eigentum berechnen. Auch Beraterinnen und Sozialarbeiterinnen nutzen das Tool, um erste Zahlen zu nennen.
Für die Berechnung der Nebenkosten ist der Nebenkosten-Rechner die passende Adresse, für das Kindergeld der Kindergeld-Rechner.
Datenschutz & Prüfung: Dieses Tool arbeitet vollständig lokal in deinem Browser – Eingaben und Dateien werden nicht hochgeladen oder gespeichert. Funktion geprüft: Oktober 2026.
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Zum ToolHäufige Fragen
Wer bekommt Wohngeld?
Wohngeld erhalten Haushalte mit geringem Einkommen, die eine Wohnung zu angemessenen Kosten mieten oder im selbstgenutzten Eigentum bewohnen. Es ist eine Kann-Leistung und wird auf Antrag gewährt.
Was ist der Unterschied zwischen Miet- und Bauwohngeld?
Mietwohngeld wird für Mieter gezahlt. Bauwohngeld (auch Wohngeld für Hauseigentümer) gibt es für selbstgenutztes Eigentum, wenn die Kreditbelastung die Mietobergrenze übersteigt.
Wie hoch ist das Wohngeld?
Die Höhe variiert stark nach Haushaltsgröße, Einkommen, Miete und Rechtsstaat. Es liegt typischerweise zwischen 50 € und über 300 € monatlich. Bei sehr geringem Einkommen und hoher Miete kann es höher ausfallen.
Wann wird Wohngeld ausgezahlt?
Das Wohngeld wird monatlich im Voraus oder nachträglich gezahlt. Es wird für Bewilligungszeiträume von in der Regel 12 Monaten bewilligt und muss danach neu beantragt werden.
Wie beantrage ich Wohngeld?
Der Antrag geht an die Wohngeldstelle des Wohnortes (oft das Bürgermeister- oder Stadtamt). Er kann rückwirkend bis zu 4 Wochen nach Einzug gestellt werden. Ein Wohngeldbescheid folgt nach Prüfung.
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