Gastronomie-Kalkulation-Rechner

Kalkuliere den Verkaufspreis eines Gerichts aus dem Wareneinsatz und dem gewünschten Wareneinsatz-Prozentsatz (Foodcost).

In der Gastronomie kalkuliert man den Verkaufspreis über den Foodcost: den gewünschten Anteil des Wareneinsatzes am Netto-Verkaufspreis. Der Netto-Verkaufspreis ist der Wareneinsatz geteilt durch den Foodcost-Anteil. Auf den Nettopreis kommt die Mehrwertsteuer für den Bruttopreis.

So benutzt du den Kalkulationsrechner

  • Trage den Wareneinsatz je Portion ein (Kosten der Zutaten).
  • Gib den angestrebten Foodcost-Anteil in Prozent an (oft 25–35 %).
  • Netto- und Brutto-Verkaufspreis, Rohertrag und Aufschlagfaktor erscheinen sofort.

Wie die Kalkulation funktioniert

Der Foodcost-Prozentsatz ist der Anteil des Wareneinsatzes am Netto-Verkaufspreis. Man teilt den Wareneinsatz durch diesen Anteil, um den Nettopreis zu erhalten. Der Aufschlagfaktor ist der Kehrwert des Foodcost-Anteils. Auf den Nettopreis kommt die Mehrwertsteuer.

Netto = Wareneinsatz / (Foodcost%/100) · Faktor = 100/Foodcost% · Brutto = Netto·(1+MwSt%/100)

Rechenbeispiel

Wareneinsatz 3 €, Foodcost-Ziel 30 %: Netto-Verkaufspreis 3 / 0,30 = 10 € (Aufschlagfaktor 3,33). Der Rohertrag beträgt 7 €. Mit 19 % MwSt ergibt sich ein Bruttopreis von 11,90 €.

Annahmen und Grenzen

  • Der Foodcost berücksichtigt nur den Wareneinsatz, nicht Personal-, Miet- und Energiekosten.
  • Der passende MwSt-Satz hängt von Land und Leistung ab (Speisen im Haus vs. außer Haus).
  • Für die vollständige Deckungsbeitragsrechnung sind weitere Kostenarten einzubeziehen.

Typische Einsatzzwecke für den Gastronomie-Kalkulationsrechner

Wer eine Speisekarte neu bepreisst, muss den Wareneinsatz kennen und den gewünschten Foodcost-Anteil. Der Rechner rechnet den Netto- und Brutto-Verkaufspreis aus und zeigt Rohertrag und Aufschlagfaktor – für 3 € Wareneinsatz und 30 % Ziel sind das 10 € netto, 11,90 € brutto und ein Faktor von 3,33. Den Steueranteil rechnest du mit dem Mehrwertsteuer-Rechner nach.

Typisch ist die Prüfung ganzer Kategorien: Getränke laufen oft mit 20 % Wareneinsatz, aufwendige Gerichte mit 35 %. Wer beide Sätze kennt, sieht sofort, wo die Marge hängt. Für Foodtrucker und Caterer ist das die Grundlage der Preisliste, für Imbissbetriebe die Basis im Liefergeschäft – wo der Nettopreis zählt.

Auch für die Getränkekarte ist der Rechner schnell zur Hand: Wer Kistenpreis und Füllmenge kennt, rechnet den Wareneinsatz je Flasche aus und sieht, ob ein Aufschlag von 2,5 oder von 3,5 angemessen ist. Für Vereinsküchen und Caterer erleichtert er zudem die Planung von Buffets – aus der Zahl der Gäste und dem geplanten Wareneinsatz je Portion folgt der Rahmen, den das Essen kosten darf.

Das kann schiefgehen: typische Fehler

  • Der Bruttopreis stimmt nicht: Der MwSt-Satz wurde falsch gewählt. Für Speisen im Haus gilt in Deutschland 19 %, für außer Haus oft 7 %.
  • Das Ergebnis erscheint nicht: Wareneinsatz oder Foodcost-Ziel sind leer oder null. Ohne Zielwert ist die Division nicht definiert.
  • Der Preis wirkt absurd hoch: Das Foodcost-Ziel wurde als Bruch statt in Prozent eingetragen – 0,3 statt 30.
  • Der Rohertrag wird als Gewinn missverstanden: Er enthält nur den Wareneinsatz. Personal, Miete und Energie sind noch nicht gedeckt.
  • Der Faktor passt nicht zur Faustrechnung: Der Aufschlagfaktor ist der Kehrwert des Foodcost-Anteils – bei 30 % sind das 3,33, nicht 3.

Wer profitiert vom Gastronomie-Kalkulationsrechner

Von dem Rechner profitieren Imbiss- und Café-Betreiber, Foodtrucker, Caterer und Vereinsküchen, die ihre Preise kalkulieren. Auch Gründer, die einen Businessplan schreiben, und Buchhalter, die Angebote prüfen, nutzen die Übersetzung, und Lieferdienste prüfen damit, ob ein Rabatt noch tragfähig ist.

Auch Imbissbetriebe in der Innenstadt rechnen damit, ob ein Mittagsmenü den Wareneinsatz deckt. Die Marge auf ganze Posten rechnet der Marge-Rechner aus, und Prozentrechnung zum Vergleichen zweier Sätze erledigt der Prozent-Rechner.

Für Getränke lohnt sich der Vergleich je Flasche – der Aufschlag pro Kiste wirkt schnell größer als gedacht. Für Personal, Miete und Energie brauchst du zusätzlich eine Vollkostenrechnung, der Rohertrag allein trägt den Betrieb nicht.

Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.

Häufige Fragen

Wie kalkuliert man Preise in der Gastronomie?

Über den Foodcost: Man teilt den Wareneinsatz durch den gewünschten Wareneinsatz-Anteil. Bei 3 € Wareneinsatz und 30 % Ziel ergibt sich ein Netto-Verkaufspreis von 10 €.

Was ist ein guter Wareneinsatz-Prozentsatz?

Üblich sind je nach Konzept etwa 25–35 %. Getränke liegen oft niedriger, aufwendige Speisen höher. Der Wert ist eine betriebswirtschaftliche Zielgröße.

Was ist der Aufschlagfaktor?

Der Kehrwert des Foodcost-Anteils. Bei 30 % Foodcost ist der Faktor 3,33 – der Wareneinsatz wird also mit 3,33 multipliziert, um den Nettopreis zu erhalten.

Ist die Mehrwertsteuer im Foodcost enthalten?

Nein. Der Foodcost bezieht sich auf den Nettopreis. Die Mehrwertsteuer kommt anschließend für den Bruttopreis hinzu; der Satz hängt von der Leistung ab.

Deckt der Foodcost alle Kosten?

Nein. Er deckt nur den Wareneinsatz. Personal, Miete, Energie und Gewinn müssen über die Kalkulation ebenfalls erwirtschaftet werden, weshalb der Foodcost-Anteil deutlich unter 100 % liegt.

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