Hormonverhältnis-Rechner (Östrogen/Progesteron)

Berechne aus deinen Laborwerten das Verhältnis von Progesteron zu Östradiol (E2).

Reine Verhältnisberechnung aus deinen Eingaben, keine Diagnose und keine Normwert-Bewertung. Referenzbereiche für Östradiol und Progesteron hängen stark von Zyklusphase, Labor und Messmethode ab – die Einordnung des Ergebnisses gehört in die Hand der behandelnden Praxis.

Um Progesteron und Östradiol vergleichbar zu machen, wird Progesteron von ng/mL in pg/mL umgerechnet (×1.000) und anschließend durch den Östradiol-Wert geteilt. Das Ergebnis ist eine reine Verhältniszahl aus deinen Eingaben – ihre Einordnung hängt stark von Zykluszeitpunkt, Labor und individueller Situation ab und gehört in ärztliche Hand.

So benutzt du den Rechner

  • Trage deinen Östradiol-Wert (E2) in pg/mL und deinen Progesteron-Wert in ng/mL ein – beide stehen auf dem Laborbefund.
  • Das errechnete Verhältnis erscheint sofort.
  • Besprich das Ergebnis mit der Praxis, die die Werte angeordnet hat – nur sie kennt den vollständigen klinischen Kontext.

Wie die Berechnung funktioniert

Progesteron wird meist in ng/mL, Östradiol meist in pg/mL angegeben – zwei unterschiedliche Größenordnungen. Um ein Verhältnis zu bilden, wird der Progesteron-Wert zunächst mit 1.000 multipliziert (ng → pg), dann durch den Östradiol-Wert geteilt.

Verhältnis = (Progesteron [ng/mL] × 1.000) ÷ Östradiol [pg/mL]

Rechenbeispiel

Progesteron 10 ng/mL, Östradiol 150 pg/mL: Verhältnis = (10 × 1.000) ÷ 150 = 66,7 : 1.

Annahmen und Grenzen

  • Es gibt keinen einzelnen, allgemein anerkannten „optimalen“ Zielbereich für dieses Verhältnis – Angaben dazu unterscheiden sich je nach Quelle erheblich.
  • Beide Hormonwerte schwanken stark je nach Zyklustag, daher ist der Zeitpunkt der Blutabnahme entscheidend für die Interpretation.
  • Dieser Rechner ersetzt keine ärztliche Bewertung von Hormonbefunden.

Reale Aufgaben, die der Hormonverhältnis-Rechner löst

Der Befund listet Progesteron und Östradiol getrennt, du willst aber das Verhältnis sehen: 15 ng/mL Progesteron und 200 pg/mL Östradiol ergeben 75 : 1. Die Rechnung erspart dir die Umrechnung von Nanogramm in Pikogramm.

Praktisch ist der Vergleich zweier Befunde aus Frühjahr und Herbst – die Zahl zeigt auf einen Blick, ob sich das Verhältnis verschoben hat. Wer den Zyklustag dazu notieren will, berechnet ihn mit dem Zyklus-Rechner, denn er entscheidet mit über die Einordnung.

Auch für das Gespräch in der Praxis ist die vorbereitete Zahl hilfreich: Statt im Befund zu blättern, hast du das Ergebnis bereits vor dir. Für einen zweiten Termin gilt dasselbe – nur mit Werten desselben Labors bleibt der Vergleich über die Monate belastbar.

Mögliche Fehler und was dagegen hilft

  • Das Ergebnisfeld bleibt leer: Östradiol ist null oder leer. Ohne positiven Wert ist die Division nicht möglich – auch Buchstaben oder ein Einheitenkürzel im Feld führen zu keinem Ergebnis.
  • Das Verhältnis ist um den Faktor 1.000 zu klein: Progesteron wurde bereits in Pikogramm je Milliliter eingetragen. Das Feld erwartet Nanogramm, wie es auf dem Befund üblich steht – multipliziert wird hier selbst.
  • Die Anzeige zeigt eine Nachkommastelle: Gerundet wird auf eine Stelle hinter dem Komma, gerechnet wird mit dem vollen Wert. Für den Notizblock genügt genau diese.
  • Ein Wert fehlt: Beide Felder müssen gefüllt sein. Progesteron darf null sein, Östradiol nicht – trage am besten beide Angaben desselben Befunds ein.
  • Es erscheint kein Wert, obwohl Zahlen im Feld stehen: Ein Einheitenkürzel steht mit im Feld. Nur die reine Zahl eingeben – Komma und Punkt funktionieren beide.

Für wen sich der Hormonverhältnis-Rechner eignet

Von dem Rechner profitieren Frauen, die Hormonbefunde selbst nachvollziehen und den Verlauf über mehrere Termine dokumentieren, sowie Paare in der Kinderwunschzeit, die Progesteronwerte der zweiten Zyklushälfte im Blick behalten. Auch Hebammen, gynäkologische Praxen und Studierende nutzen die Umrechnung als Rechenhilfe.

Bewertet wird hier nichts – es gibt keinen allgemein anerkannten Zielwert, und der Zeitpunkt der Blutabnahme bleibt entscheidend. Für den Zykluszeitpunkt selbst nimmst du den Eisprung-Rechner, und wenn ein anderer Befund im Weg steht, hilft der Schilddrüsenwerte-Rechner. Ohne die Einheiten vom Befund ist jede Rechnung wertlos. Wer regelmäßig kontrollieren lässt, legt die Werte in einer Tabelle ab – hier entsteht die dritte Spalte aus den beiden Zahlen. In Foren und Selbsthilfegruppen hilft der Rechner zusätzlich, eine weitergereichte Verhältniszahl nachzuvollziehen, statt sie ungeprüft zu übernehmen.

Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.

Häufige Fragen

Warum werden Progesteron und Östradiol in unterschiedlichen Einheiten angegeben?

Das ist historisch und laborbedingt so gewachsen – Progesteron wird meist in ng/mL, Östradiol meist in pg/mL gemessen. Für ein Verhältnis müssen beide auf dieselbe Einheit gebracht werden.

Gibt es einen 'idealen' Wert für dieses Verhältnis?

Es existiert kein einheitlich anerkannter Zielwert in der Schulmedizin. Angaben dazu variieren stark je nach Quelle und Kontext – eine Bewertung gehört in ärztliche Hand.

Wann sollte die Blutabnahme für diese Werte erfolgen?

Meist wird ein bestimmter Zyklustag (häufig um den Eisprung oder in der Lutealphase) vorgegeben, da beide Hormone im Zyklusverlauf stark schwanken. Die anordnende Praxis legt den Zeitpunkt fest.

Kann ich mit diesem Wert eine Hormonstörung selbst diagnostizieren?

Nein. Dieser Rechner liefert ausschließlich eine mathematische Verhältniszahl aus deinen Eingaben, keine medizinische Bewertung oder Diagnose.

Was mache ich, wenn meine Werte in anderen Einheiten (z. B. pmol/L, nmol/L) vorliegen?

Dann müssen sie zunächst in pg/mL bzw. ng/mL umgerechnet werden, bevor du sie hier einträgst – frage im Zweifel bei deinem Labor nach.

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