Blutdruck-Rechner

Trage deinen oberen und unteren Blutdruckwert ein und erhalte sofort die Einordnung nach den aktuellen Leitlinien – zusätzlich mittlerer arterieller Druck und Pulsdruck.

Dieser Rechner dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Eine einzelne Messung erlaubt keine Diagnose. Bei Werten über 180/120 mmHg oder Beschwerden umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Der Blutdruck wird nach dem höheren der beiden Werte eingeordnet. Optimal ist unter 120/80 mmHg, Bluthochdruck (Hypertonie Grad 1) beginnt bei 140/90 mmHg. Der mittlere arterielle Druck ergibt sich aus dem diastolischen Wert plus einem Drittel der Differenz zwischen oberem und unterem Wert.

So benutzt du den Blutdruck-Rechner

  • Trage den oberen (systolischen) und unteren (diastolischen) Wert in mmHg ein.
  • Optional kannst du den Puls ergänzen – der Rechner bewertet ihn zusätzlich.
  • Wähle zwischen der 7-stufigen ESH-Tabelle und der vereinfachten ESC-Einteilung.

Wie der Blutdruck eingeordnet wird

Maßgeblich ist immer der höhere der beiden Werte: Liegt der obere Wert im Bereich Grad 1 und der untere im Normalbereich, gilt trotzdem Grad 1. Der mittlere arterielle Druck (MAD) beschreibt den durchschnittlichen Druck über einen Herzschlag; der Pulsdruck ist die Differenz zwischen oberem und unterem Wert und sollte etwa bei 40 mmHg liegen.

MAD = diastolisch + (systolisch − diastolisch) / 3 · Pulsdruck = systolisch − diastolisch

Blutdrucktabelle (ESH 2023)

Optimal: unter 120 und unter 80. Normal: 120–129 und/oder 80–84. Hochnormal: 130–139 und/oder 85–89. Hypertonie Grad 1: 140–159 und/oder 90–99. Grad 2: 160–179 und/oder 100–109. Grad 3: ab 180 und/oder ab 110. Isolierte systolische Hypertonie: oberer Wert ab 140 bei unterem Wert unter 90.

Annahmen und Grenzen

  • Ein einzelner Messwert ersetzt keine Diagnose – gemessen wird an mehreren Tagen in Ruhe.
  • Miss im Sitzen nach einigen Minuten Ruhe, am besten morgens und abends.
  • Werte ab 180/120 mmHg können eine hypertensive Krise sein und gehören sofort ärztlich abgeklärt.

Wofür du den Blutdruck-Rechner brauchst

Wer zu Hause misst, sammelt über Wochen Werte – und möchte wissen, was 138/88 mmHg im Vergleich zu 128/82 bedeuten. Die Einordnung nach ESH 2023 zeigt die Stufe in Sekunden, der Modus ESC 2024 fasst dieselbe Information auf drei Stufen zusammen.

Vor dem Arzttermin ist das Protokoll Gold wert: Aus mehreren Messungen und den zugehörigen Einordnungen entsteht ein Bild, mit dem die Ärztin schneller entscheiden kann. Auch der Pulsdruck und der mittlere arterielle Druck stehen dabei, wenn die Werte in der Besprechung genannt werden.

Pflegekräfte und Angehörige nutzen den Rechner, um eingetragene Werte aus dem Heft nachzuprüfen – etwa wenn der obere Wert nach dem Sport notiert wurde und der Zusammenhang mit dem nächsten Messtermin geklärt werden soll.

Und wer die Messreihe einer neuen Tablette wegen dokumentiert, erkennt früher, ob sich die Werte einpegeln, bevor der nächste Kontrolltermin ansteht.

Häufige Fehlerquellen – und was dagegen hilft

  • Ergebnis wirkt alarmierend: Werte wurden vertauscht. Der obere Wert gehört immer nach oben, der untere nach unten – 82/128 ist kein gültiges Paar.
  • Klassifikation wechselt: Im Modus-Umschalter steht ESC statt ESH. Für die siebenstufige Tabelle ESH wählen, für die Kurzfassung ESC.
  • Der Puls wird nicht bewertet: Das Feld ist leer. Puls ist optional – für die zusätzliche Bewertung Schläge pro Minute eintragen.
  • Messung zu früh gemacht: Nach Kaffee, Bewegung oder aufregendem Gespräch fällt der Wert höher aus. In Ruhe sitzend messen, morgens und abends.
  • Ein einzelner Extremwert ohne Kontext: Ab 180/120 mmHg muss ärztlich abgeklärt werden. Andere Werte erst über mehrere Tage beurteilen.

Für wen sich der Blutdruck-Rechner eignet

Gebaut ist er für Menschen mit Bluthochdruck, die ihre Werte zu Hause protokollieren; für Angehörige und Pflegekräfte, die Messungen nachschlagen; für Beschäftigte im Gesundheitswesen, die Einordnungen schnell brauchen; sowie für Sportlerinnen, die ihre Werte im Auge behalten.

Auch ältere Menschen, die mit dem Messgerät zu Hause arbeiten, finden hier die Einordnung ohne Fachbegriffe. Wer seine Werte in einem Buch führt, überträgt die Stufe direkt aus dem Ergebnisbereich. Für Begleitwerte rund um Stoffwechsel hilft der Körperfett-Rechner, für die Relation von Taille und Körpergröße der Taille-Länge-Quotient-Rechner. Der Rechner ersetzt keine Diagnose, gemessen wird an mehreren Tagen in Ruhe.

Quellen: ESH-Leitlinie 2023 · ESC-Leitlinie 2024. Formeln & Werte geprüft: Oktober 2026. Steuer-, Zins- und andere zeitabhängige Sätze sind im Rechner editierbar – für verbindliche Berechnungen bitte den aktuell gültigen Wert eintragen.

Häufige Fragen

Ab welchem Wert ist der Blutdruck zu hoch?

Bluthochdruck (Hypertonie Grad 1) beginnt bei 140/90 mmHg. Optimal ist ein Wert unter 120/80 mmHg. Zwischen 120/80 und 139/89 spricht man von normalem bis hochnormalem Blutdruck.

Was bedeuten der obere und der untere Wert?

Der obere (systolische) Wert ist der Druck, wenn das Herz schlägt und Blut auswirft. Der untere (diastolische) Wert ist der Druck in der Erschlaffungsphase des Herzens.

Was ist der mittlere arterielle Druck (MAD)?

Der MAD ist der durchschnittliche Druck über einen Herzzyklus. Er berechnet sich als diastolischer Wert plus ein Drittel der Differenz aus oberem und unterem Wert und liegt normal zwischen etwa 70 und 105 mmHg.

Mein oberer Wert ist hoch, der untere normal – was gilt?

Es zählt immer der höhere der beiden Werte. Ein hoher oberer Wert bei normalem unterem Wert wird als isolierte systolische Hypertonie eingeordnet und sollte ärztlich beobachtet werden.

Wann sollte ich den Blutdruck messen?

Am besten morgens und abends jeweils in Ruhe im Sitzen, nach einigen Minuten Pause und vor dem Essen. Mehrere Messungen über Tage ergeben ein verlässlicheres Bild als ein Einzelwert.

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